Bienentagebuch

 Krönung der neuen Königin

Kennzeichnung der neuen KöniginEin Blick in unseren Ableger zeigt am Mittwoch, 17. Juni 2020 ein munteres junges Bienenvolk auf allen 10 Rahmen mit Brut und Honig. Dieses junge Bienenvolk haben wir am 6. Mai 2020 aus dem starken Bienenvolk anhand von zwei Brutwaben und einer Futterwabe in eine neue Bienenbeute umgesiedelt (siehe Eintrag Bienentagebuch vom 6. Mai 2020). In der Zwischenzeit ist viel passiert, das junge Volk hat sich eine neue Königin aus der jungen Brut gezogen, diese Königin ist geschlüpft und hat ihren „Hochzeitsflug“ also die Begattung mit mehreren Drohnen erfolgreich gemeistert und den Weg zurück zu ihren Bienen gefunden. Zurück in der Bienenbeute hieß es nun für die Königin möglichst viele Eier legen (befruchtete Eier werden Arbeiterinnen und unbefruchtete Eier werden Dohnen), damit das Volk wächst und stark wird. Unser heutiger Blick zeigt, dass die Königin alle diese Aufgaben in den wenigen Wochen vollbracht hat und wir ein gesundes Bienenvolk vor uns haben. Grund genug für eine Krönung. Imker*innen nennen dies „die Königin kennzeichnen“ mit Hilfe eines Weiselfängers (dies ist ein kleines Rohr mit dem die Königin gefangen wird) Kleber und einem kleinen Punkt in der Farbe des Bienenjahres (siehe Foto). Das Bienenjahr 2020 hat die Farbe „blau“. So weiß der Imker*in immer wie alt seine gekennzeichnete Königin ist. Bienenköniginnen können im Gegensatz zu den Arbeiterinnen und Drohnen ganze 5 Jahre alt werden. Diese Aktion war ganz schön aufregend, da die Königin nicht zu Schaden kommen sollte. Nach einem kurzen Aufschrei „die Königin ist ins Gras gefallen“ haben wir es geschafft, die Königin mit dem Weiselfänger einzufangen und ihr einen schönen blauen Punkt auf den Rücken zu kleben. Danach haben wir sie wieder ihrem Volk zurück gegen. Jetzt hat unsere Königin ihre Krone. Ich bin gespannt auf den nächsten Blick in die Bienenbeute und ob ich ihre Majestät mit dem blauen Punkt entdecke.

Erste Honigernte

Ernte1Es ist Mittwoch, der 3. Juni 2020 um 8:30 Uhr. Wir starten mit unserer Ernte in Imkerkleidung auf dem Gelände des Krügervereins beim Bienenvolk. Woher weiß der Imker*in wann der Honig reift ist? Dies bestimmt er/sie mit Hilfe eines Refraktometers, das den Wassergehalt und somit die Reife des Honigs misst. Der Wert sollte nicht über 18 % liegen, damit der Honig später im Glas nicht zu gären beginnt. Wir haben Glück! Bei 14 Honigwaben liegt der Wert zwischen 17 - 15% und ist damit reif für die Ernte. Alle 14 Waben nehmen wir heraus und kehren die wenigen Bienen, die noch darauf herumlaufen vor dem Flugloch ab. Eine volle Honigwabe wiegt zwischen 2-3 Kg. Bei über 30 Kg Gewicht  transportieren wir unserer Ernte mit einem Handwagen zur Küche in die Krügervilla. Gut, dass hier schon alles vorbereitet ist. So können wir gleich mit dem Entdeckeln der Honigwaben beginnen. Die Bienen verschließen ihren reifen Honig mit einer dünnen Wachsschicht und diese entfernen wir mit einer sogenannten Entdeckelungsgabel, bevor wir die Waben in die Honigschleuder stellen, Denn sonst würde der Honig nicht aus den Waben fließen. Dann geht es ans Schleudern. Erst sehr langsam wird die Schleuder mit der Handkurbel gedreht und später kräftiger, damit wir keinen Wabenbruch erleiden. Insgesamt wird jede Wabenseite 2 - 3mal gewendet nach ca. 20 Minuten ist der Honig aus den ersten vier Waben geschleudert. Die leeren Waben geben wir dann später wieder an die Bienen zurück. Nach zwei Schleudergängen ist so viel Honig unten auf dem Schleuderboden, dass das wir das erste Mal den Quetschhahn öffnen und fasziniert beobachten, wie die gold-gelbe Flüssigkeit durch die ersten zwei Siebe in den Eimer rinnt. Anschließend fließt der gesamte Honig noch durch ein ganz feines Spitzsieb, damit auch kleinste Wachsreste heraus gefiltert werden. Zwei gefüllte Eimer mit Honig sind das Ergebnis unserer ersten Ernte. Wir sind zufrieden, erleichtert und auch stolz, dies gemeinsam geschafft zu haben. So genießen wir ein leckeres Honigpicknick um die Mittagszeit. Anschließend geht es an‘s Aufräumen und Reinigen.

Vorbereitung für die erste Honigernte

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Wir haben Dienstag, den 2. Juni und die erste Honigernte steht bevor. Das ist für uns ein aufregendes Erlebnis und braucht gute Vorbereitung, damit alles reibungslos funktioniert.  Alle notwendigen Geräte und Materialien (Honigschleuder, Entdeckelungsgeschirr, Siebe, Gläser, Eimer, Rührmaschine und Rührstab) wurden gesäubert und stehen nun aufgebaut und ausprobiert in der Küche in der Krügervilla. Wir, das Team der ersten Honigernte Herr Engel, Herr Schöler, Herr Lanzel, Frau Merten und in der Vorbereitung Frau Mandler, freuen uns auf den morgigen Tag der Ernte.

 Am Nachmittag zuvor wird noch die Bienenflucht zwischen Brut- und Honigraum eingesetzt, damit am nächsten Tag möglichst wenige Bienen im Honigraum und somit auf den Honigwaben sitzen. Dies macht die Honigernte für die/den Imker*in deutlich einfacher und für die Bienen ruhiger.

 Der zweite Honigraum

WassergehaltWir haben Mitte Mai und unsere Bienen sind fleißig. Die Temperaturen sind tagsüber warm und ein großes blühendes Rapsfeld steht ganz in der Nähe. Das sind hervorragende Bedingungen für viel Honig mit einem geringen Wassergehalt. Diesen prüfen wir mit einem Refraktometer. Das Ergebnis lag bei etwas über 17%, ein Wert, der schon einen reifen Honig anzeigt. Jetzt warten wir, dass die Bienen noch mehr Honig in die zwei Honigräume eintragen. Dann schauen wir nochmal nach seinem Wassergehalt und prüfen, ob die Honigwaben zum großen Teil verdeckelt sind. Ist dies so, kann bald geerntet, geschleudert, gerührt und gekostet werden.

Die erste Schwarmkontrolle

Schwarmkontrolle 27. April 2020Wir haben heute den 27. April 2020. Das Wetter ist sonnig bei ca. 20°C und kaum Wind. Also super Bedingungen um einen genaueren Blick auf unser Bienenvolk zu werfen. Frau Henck unsere Imkerin ist auch mit dabei und unterstützt mich fachlich mit ihren Erfahrungen. Der erste Blick in den Honigraum zeigt uns leere Rahmen mit nicht ausgebauten Mittelwänden. Kurze Enttäuschung. Den Honigraum zur Seite genommen ist die Sicht frei für den oberen Brutraum. Dieser ist gefüllt mit vielen Bienen auf und zwischen den Rahmen und gibt uns den Hinweis, dass die Bienen doch schon recht fleißig waren und Honig eingelagert haben. Jedoch nicht wie gewünscht in den Honigraum, sondern auf den Rändern der Brutwaben. Zur Motivationen für die Bienen, ihren Honig in den Honigraum zu tragen haben wir vier der vollgefüllten Rahmen mit Honig in den Honigraum umgehängt. Dies schafft außerdem Platz im Brutraum für die Eier der Königin und trägt somit zur Schwarmvermeidung bei. Dabei haben wir auch gleichzeitig alle Rahmen in den zwei Bruträumen auf Weiselzellen (Königinnenzellen) untersucht und diese entfern zur Vermeidung des Schwarmtriebs. Die Königin gut ist an ihrem roten Punkt (Markierung) zu erkennen. Bilanz aus der ersten Schwarmkontrolle: dem Bienenvolk geht es gut, ausreichend Brut und Honig sind vorhanden, Königin ist da und bei bester Gesundheit. Bei nächster Gelegenheit wird es Zeit, einen Ableger (Jungvolk) zu bilden. Also Bienenvolk Nummer zwei. Die nächste Schwarmkontrolle ist in 7 Tagen fällig. Mal schauen was dann so passiert ist.

Bienen im April

die Bienen fliegen 1. April 2020Wir haben April, die Kirsch– und Apfelblüte sind im vollen Gang und damit auch das ganze Bienenvolk, welches schon fliegen kann. Am Flugloch ist spätestens zur Mittagszeit, wenn die Sonnen genau auf den Bienenstock scheint, reges Treiben und die Bienen tragen in ihren Pollenhosen gelben, orangen bis hin zu purpurroten Pollen in den Bienenstock ein. Ein schönes Schauspiel, dem ich gern eine Weile zuschaue und mich freue am Summen und der Betriebsamkeit der Bienen. In froher Hoffnung haben wir auch schon mal den Honigraum, das ist die oberste Zarge auf die zwei Bruträume gestellt. Der Honigraum ist nur für den Honig bestimmt, da die Königin durch das Absperrgitter nicht in diese Zarge gelangen kann. So kann die Königin keine Brut in den Honigraum legen. Zurzeit ist noch kein Honig darin zu sehen, aber das kommt schon noch. Laut Büchern, Zeitung und erfahrenen Imker*innen ist ab Mai mit der Füllung des Honigraumes zu rechnen. Und nun bedarf es auch der regelmäßigen „Schwarmkontrolle“, bei der nach den Königinnenzellen Ausschau gehalten wird, um diese zu entfernen und den Schwarmtrieb der Bienen zu verhindern. Neugier geweckt? Gern zeig ich Ihnen unserer Bienen und nehme Sie zu einer der regelmäßigen Begutachtungen oder Schwarmkontrollen mit. Damit die Bienen nicht allzu oft gestört werden, würde ich dies gern im Vorfeld etwas planen. Sie können mich gern anrufen (036202-26232) oder per E-Mail unter erreichen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf fleißige Bienen.     

 Hurra unsere Bienen sind da!

Hurra unsere Bienen sind da4Am Mittwoch, dem 18. März 2020 ist unser erstes Bienenvolk aus ihrer bisherigen Wohnung in Apfelstädt in unsere Krügervereins-Wohnung nach Neudietendorf gezogen. Im Bienenstock – auch Beute genannt – befinden sich zehn sogenannte Rähmchen gefüllt mit Futter und Brut und jeder Menge Bienen. Auch die Königin haben wir sehen können, erkennbar an ihrer Größe und dem roten Klebepunkt auf dem Rücken. Nach diesem aufregenden Umzug haben sie nun erstmal Zeit, bei sonnigem Wetter ihre neue Umgebung ungestört zu erkunden. Das zweite Bienenvolk muss noch etwas aufgepäppelt werden und kommt dann nach.

Wir freuen uns auf ihr Summen und jede Menge Betriebsamkeit.

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